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Obama in Köln – World Leadership Summit

Obama in Köln – World Leadership Summit

Die Lanxess Arena in Köln hatte heute, am 04.04.2019, einen ganz besonderen Gast: Barack Obama. Er hatte sich auf die lange Reise in die Domstadt gemacht, um über Führung – Leadership – zu sprechen. Eine Stunde lang stellte er sich den Fragen von Motivationstrainer Cristián Gálvez, der es sich mit ihm in Wohnzimmer Atmosphäre mit Sesseln und Beistelltischchen auf der großen Bühne bequem machte.
Nach Deutschland geholt hatte ihn das Kölner Startup GEDANKENtanken, das für seine Rednernächte bekannt ist.

Leadership Summit – was ist das?

„Führungsgipfel“ – klingt zunächst einmal hochtrabend. Dass es nicht um Politik gehen würde, verstand sich von selbst, denn alle Expräsidenten der USA enthalten sich nach ihrer Amtszeit weitreichender politischer Stellungnahmen. Aber was würde da wohl „begipfelt“ werden?
Die Presse war sich da im Vorfeld scheinbar nicht so sicher, spekulierte sie doch nur darüber, ob er die Lanxess Arena füllen würde oder wo er übernachten würde.

Allen Unkenrufen zum Trotz: Er füllte die Halle. 14.000 Menschen begrüßten ihn mit Standing Ovations und waren mucksmäuschenstill, als er von Dingen wie Entscheidungen, Wandel und Veränderung, verschiedenen Realitäten und – tatsächlich – Social Media sprach.

Schnell war auch klar: Leader kann jeder sein, sollte sogar jeder sein. Für Obama sind Leader nicht zwangsläufig die klassischen Führungskräfte, sondern Vorbilder. Menschen, die für etwas stehen. An etwas glauben. Bewegungen starten. Und so ging es dann auch darum, was moderne Führung ausmacht und wie man erfolgreich etwas bewegen kann.

Barack Obama hatte viel zu sagen in dieser besonderen Rednernacht. Einige Punkte davon möchte ich etwas genauer beleuchten und schauen, was wir für uns selbst daraus lernen können.

Was willst Du bewegen?

Viele Menschen machen sich Gedanken darüber, wer oder was sie sein wollen. Manche wollen Präsident (oder Bundeskanzler oder irgendein anderes hohes Tier) sein.
Diese Menschen stellen sich entsprechend die Frage, wie sie derjenige werden können, der sie sein wollen. Dabei ist das laut Obama die völlig falsche Frage. Viel dringender sollten sich die Menschen die Frage stellen, was sie bewegen, verändern, erreichen wollen! Wer sie dafür sein müssen ergibt sich aus der Antwort auf diese Frage fast von allein.
Aber wer einfach nur einen hohen Posten um des Postens Willen haben will, ist definitiv kein Leader. Wir dürfen uns also alle ruhig mal wieder selber fragen, was wir eigentlich bewegen möchten. Wofür bist Du angetreten?

Wie trifft man schwierige Entscheidungen?

Wer Menschen führt, der muss eines ganz sicher: Entscheidungen treffen. Die Frage, wie er als Präsident mit Entscheidungen umgegangen sei, die ganze Nationen betroffen hätten, beantworte Barack Obama sehr detailliert. Er machte deutlich, wie wichtig Fakten und Analysen für ihn waren und noch immer sind. Da aber viele Situationen Neuland waren, über die einfach nicht ausreichend Fakten vorlagen, arbeiteten er und sein Team mit Wahrscheinlichkeiten. Es wurden alle möglichen Szenarien, ihre Folgen und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten durchgespielt. Hierzu holte er sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Ansichten, Einstellungen und Lösungsansätzen an den Tisch.
Wichtig sei es, so Obama, nicht im eigenen Denken gefangen zu bleiben und andere Perspektiven und Realitäten zuzulassen.

Ihm sei bewusst gewesen, dass die Entscheidungsgrundlagen, die er und sein Team sich auf diese Weise schufen, nicht immer optimal waren, aber es war die beste Möglichkeit, die sie hatten. Sein Amt hätte die natürliche Eigenart gehabt, dass nur komplizierte Entscheidungen auf seinem Schreibtisch gelandet wären, für die es keine leichten oder offensichtlichen Lösungen gab. Aber er hätte dennoch eine finden MÜSSEN – und so wählten er und seine Berater den analytischen Weg, trafen eine Entscheidung und standen dann auch dazu.

Daraus kann man durchaus auch etwas für das eigene Business oder gleich das ganze Leben ableiten.

Wie lange quält man sich doch gerne schonmal mit Entscheidungen herum, kommt auf keinen grünen Nenner und entscheidet sich dann am Ende schlimmstenfalls für gar nichts?

Der Weg von Obama könnte da durchaus gewinnbringend sein.

Wie führt man Veränderungen herbei?

Barack Obamas großes Thema ist Wandel und so hat er auf diese Frage einiges zu sagen. Es wird deutlich, dass für ihn jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung wichtig ist. Viele Menschen erwarten schnelle Veränderungen und sind enttäuscht, wenn sie sich nicht schleunigst erreichen lassen. Die Veränderungen, die er als Politiker herbeiführen wollte oder es heute mit seiner Stiftung tut, vergleicht er mit der Arbeit eines Schiffkapitäns, der einen Ozeanriesen steuert. Es ist nicht möglich, das Ruder herumzureißen und mal eben so in die entgegengesetzte Richtung zu fahren. Wenden kann man in diesem Fall nur Grad für Grad und muss sicherstellen, dass dabei niemand von Bord geht. Es ist nicht leicht, alle in einem Wandel mitzunehmen. Aber aufhalten lassen muss man sich davon nicht. Nur beharrlich sein, behutsam und vorausschauend.

Die Bedeutung von Social Media

Selbstverständlich kam auch die Frage nach Twitter und warum er den Kurznachrichtendienst in seiner Präsidentschaft kaum genutzt habe. Obwohl der Name nicht ein einziges Mal fiel, tauchte bei dieser Frage natürlich in den meisten Köpfen das Bild von Donald Trump auf, der teilweise gleich ganz via Twitter zu regieren scheint.

Damals, als er sein Amt antrat, sei es mit Twitter und Facebook noch nicht so weit gewesen wie heute und er habe auch das Gefühl gehabt, von dem Moment an, in dem er Präsident gewesen sei, hätte er sich entsprechend benehmen und langweilige Reden hinter dem Rednerpult halten müssen. Es hätte etwas gedauert, bis er sich von diesem Gedanken gelöst und den Kurs in dieser Hinsicht geändert habe.

Die heutige Bedeutung von Social Media, um mit der Masse kommunizieren zu können, verdeutlichte er mit einer anschaulichen Geschichte über Franklin D. Roosevelt, den 32. Präsidenten der Vereinigten Staaten von 1933 bis 1945. Der hielt in seiner Amtszeit ca. 30 Radioansprachen, die sogenannten fireside chats, was soviel bedeutet wie Kamingespräche und auf eine familiäre, informelle Art der Ansprache hindeuten soll. Die ganze Nation schaltete ein und hörte ihm zu. Er brauchte also nur ein einziges Medium, um jeden zu erreichen. Heute ist das anders. Menschen halten sich je nach Alter und Hintergrund auf unterschiedlichen Medien auf und diese müssen alle individuell bedient werden, wenn man so viele Menschen wie möglich erreichen will.

Hierbei wird eines besonders deutlich: Wenn der „mächtigste Mann der Welt“ sich nicht davor verschließen kann und die zielgruppengerechte (!) Kommunikation auf diesem Weg für unentbehrlich hält, dann gilt das für jeden, der eine Botschaft hat – sei es an Kunden, Mitstreiter oder eine Community.

Barack Obama rockt die Kölnarena

Es war ein toller Abend, eine inspirierende Veranstaltung. Neben Obama waren noch eine Menge anderer hervorragender Redner anwesend: Dr. Stefan Frädrich (Gründer von GEDANKENtanken), Frank Thelen (Unternehmer, Investor, bekannt auch aus der TV-Show „Die Höhle der Löwen“), Sabine Asgodom (Management Trainerin, Autorin), Dieter Lange (Top-Coach für Führunsgkräfte, Autor), Boris Grundl (Management-Trainer, Autor) und Bestsellerautor John P. Strelecky (Das Café am Rande der Welt). Als Überraschungsgast und echte Bereicherung war außerdem Barack Obamas herzerfrischende Schwester Auma anwesend, die in exzellentem Deutsch von ihrer Wohltätigkeitsorganisation berichtete.

Alles große Namen und große Ideen, die uns an ihrem Blickwinkel auf Leadership teilhaben ließen. Und dennoch war es natürlich Barrack Obama, der die Halle wirklich fesselte – ganz entspannt aber ernsthaft, ohne Pathos, Showeinlagen und Tamtam.

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Wer schreibt hier?

Ich bin Bianca, Mitgründerin und Inhaberin unserer Agentur sowie Audience Specialist.

Hier schreibe ich über alles, was ein Business nachhaltig nach vorn bringt - von Visionen und Ideen, von Marketing und Reichweite, von Kunden und Zielgruppen und über das richtige Mindset.

 

Wie Dein Gehirn verhindert, dass Du Chancen ergreifst

Wie Dein Gehirn verhindert, dass Du Chancen ergreifst

Wie viele Chancen in Deinem Leben hast Du schon liegen lassen?

Wir alle erinnern uns an Momente, in denen wir nur hätten zugreifen müssen, eine Entscheidung anders treffen sollen, besser einen anderen Weg hätten wählen sollen. „Hinterher ist man immer klüger!“ heißt es dann meist achselzuckend. Manchmal könnten wir uns auch regelrecht in den Hintern beißen. Das ist meist dann der Fall, wenn jemand anderes die Chance tatsächlich ergriffen HAT – und er damit nun deutlich besser fährt als wir selbst – oder als wir überhaupt erwartet hätten. Hätten wir doch nur auch…

Na, was soll es, Chance vertan. Haken dran…

Du hast alle Chancen genutzt? Wetten, dass nicht?

Ganz egal wieviele Chancen Du tatsächlich schon ergriffen hast – es hat noch viel mehr gegeben, die Du gar nicht gesehen hast. Wieso das so ist, dazu komme ich später. Aber mach Dir nichts daraus – Du und ich und wir alle sind biologisch so programmiert, Chancen nur unter ganz bestimmten „Rahmenbedingungen“ als solche wahrzunehmen und zu ergreifen.

Das Ziel heißt „überleben“, nicht „glücklich sein“

Du nutzt Dein Gehirn sicher für viele interessante Dinge, aber seine oberste Aufgabe ist es, Dein Überleben zu sichern. Und das kann es am Besten, wenn es auf Nummer sicher geht. Nummer sicher – das ist der Weg, den Du schon hunderte Male erfolgreich gegangen bist. Erfolgreich heißt in diesem Fall übrigens: ohne größere Katastrophen und Probleme, so dass das Risiko dieses Weges im Nachhinein gering scheint.

Wenn Du zum Beispiel eine Entscheidung triffst, führt sie natürlich zu irgendeinem Ergebnis. Immer. Selbst, wenn Du glaubst, keine Entscheidung zu treffen, ist das natürlich trotzdem eine Entscheidung. Das Ergebnis betrachtest Du im Nachhinein. Kannst Du mit dem Ergebnis ganz gut leben (Du musst nicht einmal besonders glücklich damit sein), steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Du in einer späteren Situation ähnlich entscheidest, deutlich an.

Warum? Weil Du jetzt die Variablen einschätzen kannst und das bedeutet immer ein geringeres Risiko.

Du kennst sicher das Sprichwort: „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.“? Das passt ganz gut dazu. Das Gehirn ist auf Risikovermeidungausgelegt. Das hat sich in der Evolution als besonders erfolgreiche Strategie herausgestellt, um unser Überleben zu sichern. Und genau darum geht es ja.

Deshalb ist unsere Entscheidungsfindung relativ stabil. Biologisch betrachtet heißt das, dass sich bestimmte neuronale Muster und Verknüpfungen im Gehirn bilden, die, je häufiger sie aktiviert werden, umso „fester“ werden. Du kannst das vergleichen mit breit ausgetretenen, vielleicht sogar geteerten Straßen, die gut beleuchtet und beschildert sind. Eine Art Autobahn. Die nutzt Du sicher auch lieber als einen unebenen Trampelpfad, von dem Du nicht weißt, wo er hinführt. Noch breiter wird die Autobahn übrigens, wenn nicht nur Du, sondern alle sie nutzen.

Wenn es alle machen, muss es schließlich besonders sicher und erprobt sein. Oder?

Autobahn-Chancen und Trampelpfad-Chancen

Auch unter den Chancen gibt es geteerte und grell ausgeleuchtete Autobahnen sowie gewundene, schummrige Trampelpfade. Die Autobahn-Chance ergreifen die meisten Menschen, wenn sie sich bietet. Das ist dann der Fall, wenn die Rahmenbedingungen bekannt sind und das positive Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden kann. Solch eine Chance wäre die Aussicht auf einen Job als Abteilungsleiter in einem großen, gesunden und alteingesessenen Unternehmen, ohne viel Wettbewerb, gerne inhabergeführt, mit top Konditionen, Betriebsrente, Betriebsrat und einem Verantwortungsbereich, dem man sich gewachsen fühlt und in dem man dennoch auch noch etwas weiterwachsen kann.

Günstige Gelegenheit bei geringem Risiko = Autobahn-Chance.

Dein Gehirn schaltet alle Scheinwerfer an und richtet Deine volle Aufmerksamkeit auf DIESE Chance. Denn es hat gelernt, dass solche Rahmenbedingungen ideal sind, weil risikoarm.

Direkt daneben liegt möglicherweise die Chance, in einem kleinen, jungen und aufstrebenden Unternehmen anzufangen und mit dem Gründerteam etwas wirklich Neues, Innovatives, Einzigartiges zu schaffen, was die Welt positiv verändern und Dich selbst erfüllen könnte – aber das Risiko ist viel höher. Der Ausgang ist ungewiss, es könnte schließlich schief gehen.

Und auch wenn Du damit vielleicht viel glücklicher würdest – Deinem Gehirn geht es nicht in allererster Linie darum, Dich glücklich zu machen, sondern darum, Dein Überleben zu sichern. Kommt beides zusammen, prima. Wenn nicht, siegt die Risikovermeidung. Entweder stellt Dein Gehirn am Anfang dieses Trampelpfades riesige Warnschilder auf und lässt ein paar Sirenen ertönen, so dass Du die Chance zwar erkennst, aber mit mulmigem Gefühl ablehnst. Oder es sorgt gleich dafür, dass Du sie erst gar nicht wahrnimmst. Das ist nicht schwach, das ist biologisch so vorgesehen.

Günstige Gelegenheit bei hohem Risiko = Trampelpfad-Chance.

Du bist nicht schwach, sondern menschlich

Manche Menschen sind risikofreudiger als andere. So scheint es jedenfalls.

Das liegt oft an Erziehung und an frühen Erfahrungen, denn in den ersten Lebensjahren wird uns der Bauplan für unsere Risikobewertung mitgegeben. Und wie erwähnt – „einmal geprägt“ bedeutet im Verlaufe des Lebens meist auch „immer tiefer EINgeprägt“.

Du bist nicht glücklich in Deiner Situation und hättest schon dutzende Mal aussteigen können? Stattdessen bist Du geblieben, wo Du bist, wo Du schon immer warst? DAS ist der Grund dafür. Risikovermeidung. Natürlich spielen auch andere Dinge eine Rolle, aber oft entpuppen sich viele davon als Ausreden, um die Entscheidung, im Alten zu verharren, zu untermauern. Deshalb bist Du nun aber weder schwach noch ein Loser, sondern ganz einfach nur menschlich.

Die fruchtbare Seite der Zerstörung

Manchmal öffnet sich eine Tür einen Spalt breit. Oder steht für kurze Zeit sperrangelweit offen. Das ist oft dann der Fall, wenn Unvorhergesehenes geschieht, trotz aller Vorsicht.

Wenn die Ereignisse sich überschlagen, die Pflastersteine des vor uns liegenden, bekannten Weges auseinander bersten und sich zu einem neuen Weg zusammenfügen, ohne Mörtel, Zement und festen Halt allerdings.

Das sind die Momente, in denen Chancen nicht dezent erscheinen, sondern uns regelrecht anschreien. Das Gehirn ist überfordert und hat keine Zeit, Warnschilder aufzustellen.

Dann geschieht es manchmal, dass wir – sozusagen regelrecht entwurzelt – diesen neuen Weg in Betracht ziehen. Mehr noch, dass wir spüren, das könnte unser EIGENTLICHER Weg sein! Der, den wir im tiefsten Inneren eigentlich gehen WOLLEN – und manche tun es dann tatsächlich. Mit wackligen Knien, von Chaos umgeben. Dann bauen wir aus den Trümmern etwas Neues – vielleicht. Das sind die Dinge, von denen wir rückblickend sagen: “Gott sei Dank ist das damals so gekommen, obwohl ich es erst gar nicht wollte!“

Das ist die fruchtbare Seite der Zerstörung.

Oft jedoch fügen sich die zerborstenen Pflastersteine nach dem Sturm doch wieder zu dem alten, festen Weg zusammen. Übrig gebliebene Löcher flicken wir krampfhaft oder verdrängen sie. Und wir richten uns wieder gemütlich ein in unserer altbekannten Nische.

Den Gedanken an die offene Tür vergraben wir in unserem Innersten, bis er verblasst. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt – Chance vertan.

Keine Chance auf bessere Chancennutzung?

Doch, natürlich. Du darfst eben nur nicht hoffen, dass es schon irgendwie von allein besser wird. Die Automatismen in unserer Schaltzentrale sind mächtig. DIE musst Du aushebeln. Dafür musst Du sie Dir allerdings zuerst eingestehen.

Du musst akzeptieren, dass Du Chancen verstreichen lässt, weil Deine menschliche Natur auf „Überleben“ gepolt ist. Überleben heißt dabei nicht nur das rein biologische Überleben, sondern zum Beispiel auch das Überleben in einer sozialen Gruppe. Würdest Du in einer Gruppe wegen einer Entscheidung in Ungnade fallen und ausgestoßen werden, würdest Du nicht sterben, aber möglicherweise wäre es eine Art gesellschaftlicher Tod. Der ist oftmals gar nicht so schlimm, denn erst wenn man aus dem alten Dunstkreis austritt erkennt man, wie klein er eigentlich war und wie viele andere soziale Gruppen es noch gibt. Oder Du erkennst, dass die soziale Gruppe, die Dich wegen einer bestimmten Entscheidung gleich komplett ausgrenzt, vielleicht gar nicht so erstrebenswert war.

Aber solange man „drin“ ist, fühlt sich das sicher an. Sicher bedeutet „geringes Risiko“, und das ist Balsam für den evolutionär geprägten Teil unseres Hirns. (Entwicklungsgeschichtlich betrachtet war es übrigens tatsächlich wichtig fürs Überleben, nicht von seinem Clan oder seiner Horde ausgestoßen zu werden. Auch das sitzt noch tief in uns drin.)

Resilienz: Egal, wie die Würfel fallen

Das mit der Prägung geht natürlich in beide Richtungen.

Je öfter Du etwas Neues wagst, desto größer die Chance, es noch mal zu wagen. Nicht nur, wenn es gut geht – sondern auch weil Du lernst, dass Du auch mit Fehlschlägen klar kommst. Dein Gehirn weiß dann: Egal was kommt, Du kommst damit klar. Diese Denkweise ist nah dran an hoher Resilienz.

Natürlich ist mir bewusst, dass es oftmals viel komplizierter ist als hier geschildert. Manchmal können wir bestimmte Chancen tatsächlich nicht ergreifen, obwohl wir gerne würden. Manchmal geht es einfach wirklich nicht. Wirklich nicht? Die Kunst liegt darin, zu unterscheiden.

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Wie Dein Gehirn dafür sorgt, dass Du nur das bekommst, was du schon hast

Wie Dein Gehirn dafür sorgt, dass Du nur das bekommst, was du schon hast

Wolltest Du schon einmal etwas in Deinem Leben verändern? Warst irgendwie nicht ganz zufrieden mit Deiner Situation, im Business als auch privat?

Hast vielleicht sogar versucht, es zu ändern – und kurz darauf festgestellt, dass Du wieder genau da gelandet bist, wo Du hergekommen bist? Die Rede ist dann immer schnell von Pech, Schicksal, Karma. Vergiss das.

Und mach Dir bitte keine Sorgen, das alles ist normal. Du tickst wie – ich schätze mal – 90% der Menschen.
Und die restlichen 10% haben dafür bezahlt, dass sie bekommen, was sie wollen. Womit, dazu komme ich gleich. Und ob Du bereit bist, diesen Preis zu zahlen, kannst Du dann für Dich selbst entscheiden.

Also, nimm erst einmal den Druck raus. Du bist kein Versager, auch wenn es aktuell oder zwischendurch nicht immer so läuft wie geplant. Diese Botschaft so wichtig, dass Du sie Dir an den Badezimmerspiegel heften solltest. Jeder fühlt sich manchmal insgeheim als Versager. Aber wenn du nicht immer das erreichst, was Du Dir vorgenommen hast, hat das ganz andere Ursachen.

Mentale Muster: Kreislauf im Kopf

Du weißt ja sicher, dass Du nicht alles wahrnimmst, was da täglich an Infos auf Dich einstürzt. 11 Millionen Informationseinheiten pro Sekunde wahrzunehmen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Also filtert Dein Gehirn alles raus, was seiner Meinung nach gerade unwichtig ist. Aber wie genau funktioniert das?

Du siehst nur, was Du schon im Kopf hast

Du hast eine Brille auf, die Dir eine Welt zeigt, die nur Du siehst.
Du bekommst sie schon im Mutterleib verpasst, wenn sich Deine ersten Neuronenverknüpfungen im Gehirn –  Deine mentalen Muster – bilden.
Jeder Eindruck Deiner Kindheit –  aber auch jeder spätere – justiert sozusagen den Blickwinkel dieser Brille.

Alle Erinnerungen, die Du hast, dienen jetzt als Assoziationsgrundlage für Deine Wahrnehmung. Alles, was irgendwie zu dem passt, was Du an mentalen Mustern schon im Kopf hast, wird wahrgenommen. Zusätzlich hat noch das eine Chance, was neu und gleichzeitig wichtig ist. Alles andere wird aussortiert. Du siehst es nicht. Du willst es nicht.

Immer mehr von dem, was Du hast

Stell Dir vor, Du willst Beeren sammeln. Du startest mit einem leeren Korb. Zuerst wandert alles hinein, was Du so findest – Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Stachelbeeren – die ganze Palette. Wenn der Zufall es nun will, dass Du an mehr Erdbeeren vorbeikommst, landen natürlich auch mehr Erdbeeren in Deinem Korb als andere Beeren. Geht es wirklich nur um Beeren, fällt Dir das auf und Du suchst vielleicht gezielt nach Abwechslung im Beereneinerlei.

Dein Gehirn aber funktioniert anders, weil Wahrnehmung meist unbewusst gesteuert wird.

Im übertragenen Sinn würde daher die Tatsache, dass mehr Erdbeeren in Deinem Korb sind, dazu führen, dass Du auch fast nur noch Erdbeeren siehst, egal was da sonst noch um Dich herum wächst. Dadurch pflückst Du natürlich auch nur noch Erdbeeren.
Heisst das, es gab nichts anderes? Nein. Jemand anderes, der am Anfang nur an Himbeersträuchern vorbeikam, hat am Ende fast nur Himbeeren im Korb.
Und was sagen beide am Ende? Es gab halt nur Erdbeeren bzw. nur Himbeeren, was in beiden Fällen totaler Quatsch ist.

Wenn es gute Sachen sind, die sich anhäufen, nennen wir das Glück. Für die Negativen hat der Volksmund einen derben Ausdruck: Der Teufel sch… immer auf den größten Haufen. Der kann allerdings gar nichts dafür, wie Du siehst.

Was heisst das für Dein Leben?

Die harte Wahrheit lautet: Du sammelst immer mehr von den Erfahrungen, die Du schon kennst. Alternativen nimmst Du selten wahr. Und zwar völlig egal, wie selbstschädigend dieses Verhalten ist! 

Aber es geht noch weiter. Durch Deine subjektive und immer gleiche Wahrnehmung häufst Du wissen über das Leben an, das natürlich genauso subjektiv ist. Mit diesem subjektiven Wissen bewertest Du jetzt so ziemlich alles: Das, was Du erlebst. Das, was Du siehst oder hörst. Die Konsequenzen Deiner Entscheidungen, die Du natürlich auch subjektiv triffst. Diese Bewertungen verstärken wiederum Dein Wissen.

Das Ergebnis: Du bleibst Deinem Handeln treu. Landest immer wieder in der gleichen Situation. Und das geht immer so weiter und weiter. Die Gläser Deiner Brille werden immer schärfer für das, was Du schon kennst und immer unschärfer für das, was Dir unbekannt ist.

Anders gesagt: Deine neuronalen Muster sind jetzt so tief in Deine Gehirn eingebrannt, dass Du im Grunde schon heute vorhersagen kannst, was Du an Weihnachten in 10 Jahren machen wirst: das Gleiche wie letztes Jahr. Vielleicht hast Du dann Kinder, Enkel, wohnst woanders. Aber was Du auf Dich selbst bezogen tust oder denkst, wird ziemlich unverändert sein.

Ohne Brechstange geht es meist nicht

Es sei denn, das Leben weckt Dich mit dem Vorschlaghammer aus Deinem Gewohnheitsschlaf auf.

  • Katastrophen passieren.
  • Schicksalsschläge wecken Dich auf.
  • Oder Zufälle, mit denen Du nicht gerechnet hast.
  • Vielleicht trifft Dich mitten auf der Straße die Liebe auf den ersten Blick und Du wanderst plötzlich entfesselt nach Guatemala aus, weil Dein neuer Schatz da nach Diamanten gräbt.

Wenn aber alles seinen normalen Weg geht, ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass Du – entschuldige – die Eier hast, etwas zu ändern. Und warum nicht? Hier komme ich zu dem zweiten großen Veränderungsverhinderer.

Die Angst im Nacken

Was ich bisher erzählt habe, hat natürlich einen Haken. Du wirst definitiv schon Situationen erlebt haben, in denen Du neuartige Alternativen wahrgenommen hast. Es sind also auch mal Stachelbeeren im Korb gelandet.
Warum haben sie Dir nicht geschmeckt?
Oder, noch schlimmer, warum haben sie Dir vielleicht sogar vorzüglich geschmeckt, bevor Du sie schnell wieder ausgespuckt hast?
Wieso konntest Du nichts ändern?

Du ahnst es: aus Angst.

Weißt Du was? Auch das ist normal, es muss sogar so sein! Und wieder kommt Dein Gehirn ins Spiel: Warum wohl hat die Menschheit die Evolution überlebt? Weil sie Angst hatte.
Hätten sich unsere Vorfahren allesamt lächelnd und völlig relaxed einem Säbelzahntiger genähert um mit ihm ein Selfie zu schießen, sähe die Welt heute anders aus – ziemlich menschenleer nämlich.

Der Kampf- oder Fluchtreflex ist uns in die Gene gebrannt. Und da ein weiteres Überlebensprinzip der Energiesparmodus ist, kämpfen wir meist nur, wenn Flucht nichts bringen würde, denn kämpfen ist anstrengender.

Du rennst. In die falsche Richtung?

Also flüchten wir. Früher vor Krallen und Reißzähnen, heute vor den Gefahren der Veränderung. Denn Veränderungen sind immer gefährlich, schließlich wissen wir nicht, was auf uns zukommt. Oder haben böse Vorahnungen, die – natürlich – von unserem subjektiven Denken erzeugt werden.

Ich fasse jetzt also mal ein bisschen provokant zusammen: Du bekommst viel von dem, was möglich wäre, gar nicht erst mit und wenn doch, nimmst Du lieber die Beine in die Hand und bleibst bei dem, was Du kennst. Ist sicherer. Und das alles nicht, weil Du besonders blind oder feige wärst, sondern weil das Gehirn einfach so tickt und so ticken soll, weil es Dein Überleben sichern muss. Das ist sein Job. In grauer Vorzeit buchstäblich, heute meist im übertragenen Sinn.

Du kannst nichts dafür. Aber das ist keine Ausrede.

Jetzt kannst Du es Dir ja eigentlich schön gemütlich machen. Ist also alles gar nicht Deine Schuld. Warum also nicht ruhigen Gewissens beim Alten bleiben?

Klar, das könntest Du und Du hast ab jetzt sogar biologische Entschuldigungen in der Hand. Lass einfach einen Gehirnscan machen und demnächst legst Du ihn einfach als Entschuldigung vor, wenn Du mal wieder etwas nicht auf die Reihe bekommst. Super Sache!

Wenn da nur nicht das Herz wäre.

Ich meine jetzt nicht das Organ und eigentlich ist das, wovon ich spreche, auch eher im Kopf angesiedelt. Nämlich Deine Wünsche und Bedürfnisse. Aber nennen wir es Herz, denn es ist so ein schönes Gegenbild zum Kopf.

Dein Herz leidet natürlich unter diesem Kreislauf. Du bist zwar sicher, aber frustriert. Traurig. Vielleicht sogar depressiv. Vielleicht rutschst Du in einen Burn-Out. Gehst abends unerfüllt ins Bett und weißt morgens nicht, wofür Du eigentlich aufstehen sollst. Stopfst Unmengen Fastfood in Dich rein oder ertränkst Abends im Wein Deine Sorgen. Erzählst Dir selbst 1000 Ausreden und rechtfertigst Dich permanent vor Dir selbst.

Aber es gibt da auch noch die 10% der Menschen, bei denen es irgendwie anders läuft… Was machen die anders? Die sind bereit, einen Preis zu zahlen. 

Der Preis ist hoch: So oder so.

Es ist doch eigentlich klar. Du müsstest eine bewusste Entscheidung treffen. Nämlich die, die Angst auszuhalten. Das ist der Preis, den Du zahlen müsstest und das ist ziemlich unangenehm. Aber hast Du Dir mal die Frage gestellt, was der Preis dafür ist, alles beim Alten zu lassen? Der ist nämlich noch viel höher: er kostet Dich Dein Lebensglück. Deine Lebenszeit. Deine Erfüllung.

Angst vergeht irgendwann, wenn Du Dich ihr stellst.

Aber Deine Lebenszeit kommt nicht zurück.

Was Du tun kannst

Du solltest Bilanz ziehen. Dein Leben ganz ehrlich betrachten, und zwar ohne Deine Brille.
Das geht nämlich durchaus, aber Du musst es bewusst tun.
Und Du musst den Mut haben, ehrlich zu Dir zu sein. Das ist der allererste Schritt.

Du musst verstehen, dass Du so oder so einen Preis zahlst. In dem einen Fall bezahlst Du mit Angst. Im anderen – mit Deinem Leben. Denk da bitte einmal in Ruhe drüber nach.

Das Tolle ist, Du musst gar nicht alles in Frage stellen, was bisher gelaufen ist. Denn da hat sich neben all dem Müll auch jede Menge Gold angesammelt, das Du noch gar nicht erkennen kannst oder zu schätzen weißt. Mit diesem Gold kannst Du Dir ein ganz neues Leben aufbauen, auch ohne das alte zu verdammen.

Die zentrale Frage lautet: Worauf verzichtest Du, um alles beim Alten zu lassen? Und noch viel wichtiger: Ist es das wert? Wenn ja, prima. Wenn nicht, ist es an der Zeit zu kämpfen. Kampf oder Flucht. Geflohen bist Du schon oft genug. Ich übrigens auch. Aber wir können das ändern.

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Disney-Methode – ein Erfolgsgeheimnis

Disney-Methode – ein Erfolgsgeheimnis

Ideen & Visionen sind der Motor für jedes Business – aber nicht alle halten, was sie versprechen. Deshalb bietet es sich an, trotz aller Begeisterung für die eigene Idee einen kritischen Blick auf sie zu werfen, bevor Du sie umsetzt.

Bei diesem Prozess lohnt es sich, einen Blick ins Arbeitszimmer – oder besser die Arbeitszimmer – von Walter E. Disney zu werfen. Er hatte nämlich mindestens drei davon. Warum? Weil er reich war und es sich leisten konnte? Nein – er hatte ganz pragmatische Gründe dafür.

Disney-Methode – Geheimnis eines Genies

Ob man den Konzern Walt Disney und das, was er hervorgebracht hat, nun persönlich mag oder nicht – es dürfte schwer sein, dem Gründer Walter E. Disney begnadete Geschäftstüchtigkeit und beispiellosen Einfallsreichtum, aber auch herausragendes Talent zur Problemlösung abzusprechen.

Nun, er besaß einen Trick – eine Methode, die wir heute als die Disney-Methode bezeichnen. Ihre Benennung wird zurück geführt auf den Autor, Berater und Trainer >>Robert Dilts.

Träumer, Realist und Kritiker – in einer Person

Wenn er mal wieder eine Vision verfolgte, spielte er eine Art Rollenspiel. In diesem Spiel schlüpfte er selbst nacheinander in folgende Rollen und betrachtete ein Projekt oder ein Problem aus deren jeweiliger Perspektive:

  • Der Träumer – als Träumer begann er zunächst damit, ohne Zensur und Rückhalt drauflos zu phantasieren. Er sammelte all seine Ideen und Einfälle, egal wie verrückt sie waren. Er erträumte sich sein Ziel oder seine Lösung ohne Wenn und Aber.
  • Der Realist –  danach schlüpfte er in die Rolle des Realisten, dessen Aufgabe es nun war, einen Plan zu entwerfen, mit dem man das Ganze verwirklichen konnte. Er entwarf sozusagen eine Strategie auf Basis von fundierten Informationen. Dabei ging er sehr konzentriert und wohlüberlegt vor.
  • Der Kritiker – Walt Disney scheute auch keine Kritik. Im Gegenteil, er gab sie sich gleich selbst. In der Rolle des Kritikers schnappte er sich den Plan und durchleuchtete ihn akribisch auf der Suche nach jedem noch so kleinen Fehler oder Schwachpunkt.

Damit er sich in jede dieser Rollen gut hineinversetzen konnte, hatte er für jede von Ihnen ein Arbeitszimmer, welches so eingerichtet war, dass es der jeweiligen Natur der drei Rollen entsprach. Und je nach dem, in welcher Rolle er gerade war, benutzte er eben das entsprechende Arbeitszimmer. 

Und noch eine Runde bitte

Aber die Disney-Methode endet noch nicht mit dem Ergebnis des Kritikers. Nachdem der den Plan auseinander genommen hatte, startete das ganze Prozedere wieder von vorn. Der Träumer begann auf Basis der neuen Ausgangslage erneut, seine Visionen und Träume zu entwerfen, übergab diese wieder an den Realisten, der erneut einen Plan schmiedete, welcher dann wieder vom Kritiker geprüft wurde. Und so ging es immer weiter, bis alle Kritik verstummte.

Du hast keine drei Büros? Macht nichts.

Um die Disney-Methode selbst anzuwenden, brauchst Du keinesfalls drei Arbeitszimmer. Drei verschiedene Orte lassen sich sicher auch so finden. Für den Träumer eignen sich zum Beispiel auch Parkbänke oder Balkone, für den Realisten der normale Schreibtisch und für den Kritiker vielleicht ein Tisch in einem recht nüchtern eingerichteten Raum. Notfalls nimmst Du drei verschiedene Sitzgelegenheiten – einen gemütlichen Sessel, einen Bürostuhl und einen normalen, harten Holzstuhl. Wichtig ist eigentlich nur, dass Du jeder Rolle einen bestimmten Platz reservierst.

Was die Disney-Methode leisten kann

Die Disney-Methode ist meiner Meinung nach für zwei Dinge besonders gut geeignet:

  • Eine Sache von allen Perspektiven aus zu beleuchten und Schwächen auszumerzen, bevor man loslegt. So lassen sich einzelne Projekte, aber auch gleich eine ganze Geschäftsideen ausklügeln.
  • Sich einen Überblick zu verschaffen, wenn man droht, im Chaos zu versinken. Wer in einem Projekt nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht und völlig den Faden verloren hat, der kann nacheinander die drei Rollen einnehmen und sich so vergegenwärtigen, was eigentlich die Vision war, wie der Plan aussah und ob dieser so noch Bestand hat. Wenn nicht, ist es Zeit für ein Brainstorming des Träumers. Auf diese Weise entzerrt man mit Hilfe der Disney-Methode alles, verschafft sich einen Überblick, zieht Bilanz und startet neu durch.

 

Idealerweise baust Du diesen Prozess fest in Deine Projekte ein. Es lohnt sich – Walt Disney hat damit schließlich ein ganzes Märchenreich erschaffen.

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Stress managen mit dem ABC-Modell von Ellis

Stress managen mit dem ABC-Modell von Ellis

Wer häufig im Stress steckt, kennt das Gefühl: Irgendwann sind die Kraftreserven aufgebraucht. Innerlich steht man ständig unter Strom, reagiert nur noch anstelle bewusst zu agieren und fühlt sich den Situationen zunehmend ausgeliefert. Man würde ja gerne etwas ändern, fühlt sich aber geradezu machtlos. Dabei stimmt das eigentlich nicht so ganz. 

Stress: ABC-Modell von Ellis – im B liegt der Schlüssel

Der verstorbene amerikanische Psychologe Albert Ellis hat den Stress genauer unter die Lupe genommen und dabei sein interessantes abc-Modell entworfen.

Dabei stehen die Buchstaben für folgende Annahmen:

  • A (Activating Event) ist der Auslöser, der Reiz.
  • B (Beliefs) ist die Art und Weise, wie wir A bewerten oder über A denken.
  • C (Consequence) ist die Konsequenz aus B – das kann ein Verhalten sein oder auch nur eine Emotion wie zum Beispiel das Empfinden von Stress.

Es liegt nach diesem Modell zu einem sehr großen Teil an unserer Bewertung einer Situation, ob sie uns in Stress versetzen kann. Wie wir bewerten, liegt natürlich ganz erheblich an unseren bisherigen Erfahrungen, unseren Denkgewohnheiten und unserer Einstellung.

Ein Beispiel: 

  • Du musst mit einem Aufzug fahren (A).
  • Du befürchtest, der Aufzug könnte stecken bleiben (B).
  • Du merkst, wie Dein Puls sich beschleunigt, Du ganz nervös wirst und deutlichen Stress empfindest (C).

In B liegt also der Schlüssel. Würdest Du eine andere Bewertung in B vornehmen, hätte dies auch ein anderes C zur Folge.

Das ist natürlich oft leichter gesagt als getan. Je nach dem, welche Art von Situationen ein starkes Empfinden von Stress auslöst, muss man langfristig an seinen Überzeugungen und Glaubenssätzen arbeiten. Das geht nicht über Nacht.

Hat die Situation jedoch eine weniger schwerwiegende Bedeutung, kann man versuchen, bewusst auch andere Bewertungen in Erwägung zu ziehen. So ist es ja durchaus möglich und sogar wahrscheinlich, dass der Aufzug eben nicht stecken bleibt. Man kann also versuchen, die Alternativen, auf die man in B zurück greifen kann, bewusst zu erweitern. 

Dem Stress muss man nicht hilflos ausgeliefert sein

Es gibt also durchaus Möglichkeiten, mit denen man Stress begegnen kann und mit denen sich ihm niemand dauerhaft ausgeliefert fühlen muss. Allein schon dieses Bewusstsein kann dem Stress den Schrecken nehmen.

Damit man aber nicht versucht ist, ständig nur das A zu ändern, was einer permanenten Vermeidungsstrategie gleichen würde, sollte man langfristig natürlich nach Methoden schauen, die einem dabei helfen, in den Bereichen B und C flexibler zu werden. Sonst läuft man Gefahr, in Situationen, in den man das A leider nicht beeinflussen kann, eben doch völlig gestresst stecken zu bleiben.

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Wer schreibt hier?

Ich bin Bianca, Mitgründerin und Inhaberin unserer Agentur sowie Audience Specialist.

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