Sich einfach ein paar warme Gedanken machen und ständiges Frieren gehört der Vergangenheit an, das wäre schön. Das geht – mit der Wärmeübung des Autogenen Trainings.

Mit Ruheübung und Schwereübung haben wir uns ja bereits beschäftigt. Wenn Du Dir noch einmal den generellen Ablauf aller Übungen anschauen willst, schau bitte bei der Ruheübung nach. 

Die Wärmeübung ist eigentlich gar nicht so klar von der Schwereübung zu trennen, aber zur besseren Verständlichkeit widmen wir uns allen Übungen einzeln. 

Erst Ursachen abklären!

Ständiges Frieren gehört für viele Menschen zum Alltag – insbesondere junge, meistens sehr schlanke Frauen sind betroffen. Aber auch viele ältere Menschen neigen dazu, stärker zu frieren.

Manchmal können behandlungsbedürftige Grunderkrankungen die Ursache sein – dies sollte daher immer von einem Arzt abgeklärt werden. Eine bestimmte Form der Schilddrüsenerkrankung zum Beispiel kann ständiges Frieren auslösen. Aber auch zu niedriger Blutdruck kann schuld sein.

Ständiges Frieren durch Stress?

Sofern ernste Erkrankungen ausgeschlossen werden konnten, kann auch Stress eine Ursache für ständiges Frösteln sein. Das ist dann zwar nicht akut gefährlich, aber auf Dauer wirklich wahnsinnig unangenehm.

Außerdem kann es durchaus Folgen haben, wenn die stressige Phase länger dauert. Stress kann – vereinfacht gesagt – nämlich den Durchmesser der Blutgefäße verengen, denn er kann dazu führen, dass sich die Muskulatur in den Blutgefäßwänden anspannt. Das Blut muss nun eventuell mit mehr Druck durch die Gefäße gepresst werden – die Gefahr von Bluthochdruck wächst so auf Dauer.

Aber auch Durchblutungsstörungen können eine Folge der stressbedingten Engerstellung der Gefäße sein – bestimmte Körperregionen werden nicht mehr optimal durchblutet, wodurch sie meist auch weniger Wärme zugeführt bekommen. Schon hat man als Ergebnis kalte Arme und Beine oder zumindest kalte Hände und Füsse.

Ist Stress ein Dauerzustand, kann er auf diese Weise dazu führen, dass einem ständig kalt ist. 

Hallo wohlige Wärme!

 

Nun die gute Nachricht – stressbedingtes ständiges Frieren kann recht gut mit Autogenem Training gelindert werden. Und mit ausreichend Übung auch durchaus sehr schnell.

Vorbei sind die Zeiten, in denen man mit den Zähnen klappernd auf den nächsten Bus gewartet hat. Einfach ein paar warme Gedanken machen und schon fühlen wir uns wie am karibischen Strand! 😉
Zugegeben, das ist vielleicht etwas übertrieben – aber mit Übung durchaus möglich.

Bei der Anwendung der Wärmeübung suggeriert man sich selbst ein Gefühl der angenehmen Wärme im ganzen Körper, so wie man sich bei der Schwereübung angenehme Schwere suggeriert hat. In Kombination mit der Schwereübung sorgt dies zunächst für Entspannung der Muskulatur – auch in den Gefäßwänden – und damit auch für eine bessere Durchblutung und Sauerstoffversorgung. Wohlige Wärme kann sich ausbreiten. Man beginnt sozusagen damit, selbst Wärme zu produzieren. So wird auch deutlich, warum Schwere- und Wärmeübung nicht gut voneinander zu trennen sind.

Natürlich funktioniert das alles nicht immer unbedingt beim ersten Mal. Wie überall im Leben macht Übung den Meister. Aber ein wenig Einsatz lohnt sich ja, um das ewige Bibbern endlich loszuwerden.

Die Wärmeübung

Bei der Wärmeübung geht man ähnlich vor wie bei der Schwereübung, indem man sich suggeriert, der ganze Körper sei angenehmen warm. Auch hier kann man sich erst einem Arm, dann dem anderen, dann Schultern, Kopf, Oberkörper, Bauch, Beinen und Füßen zuwenden.

Es dauert gerade am Anfang eine ganze Weile, bis man die Wärme tatsächlich spürt. Das ist normal und sollte niemanden entmutigen.

Hat man Schwere- und Wärmeübung erst einmal verinnerlicht, kann man sie auch kombinieren. Mit einiger Übung kann man dann die Formeln zusammenführen. Der Ablauf könnte dann folgendermaßen sein:

Ich bin ganz ruhig (Ruheformel)
Mein ganzer Körper ist ganz angenehm schwer und warm.
Ich bin ganz ruhig (Ruheformel)

Wie immer gilt, dass dies keine vollständige Übungsanleitung darstellen soll, sondern nur zur Verdeutlichung für Interessierte dient.

Ständiges Frieren im Alltag bekämpfen

Kommen wir zurück zur Bushaltestelle. Natürlich kann man die Zeit dort nutzen, um ein wenig zu üben! Anstelle sich auf das Klappern der Zähne, pfeifenden Wind und ständiges Frieren zu konzentrieren, kann man auch einmal versuchen, innere Bilder von Wärme und Behaglichkeit aufsteigen zu lassen.

Vielleicht siehst Du innerlich tatsächlich einen fantastischen Sandstrand unter Palmen oder Du liegst in Gedanken vor dem knisternden Kaminfeuer, spürst die angenehme Wärme auf der Haut. Ein wenig gedankliche Ablenkung, innere Entspannung und ausreichend Übung können das Frösteln dann im Zaum halten. Und was an einer eisigen Bushaltestelle funktioniert, funktioniert bestimmt auch unter weniger extremen Bedingungen. Diese inneren Bilder können sehr hilfreich beim Üben sein. 

Aber Achtung! Bei aller Tagträumerei an der Bushaltestelle oder wo auch immer sollte man sich und andere natürlich nie in Gefahr bringen. Den Verkehr und die allgemeine Situation um sich herum sollte man selbstverständlich niemals ausser Acht lassen. Sicherheit geht vor, aber das weißt Du ja.

 

Bitte teile diesen Beitrag mit Deinen Freunden, wenn er Dir gefällt. Danke 🙂

Schön, dass du da bist!

Ich bin Bianca und heiße Dich herzlich willkommen in der Welt von LoveYourTime!

Lass uns gemeinsam wachsen, die Schönheit des Lebens entdecken und jeden Moment achtsam spüren.
Denn die Zeit besteht aus Momenten.
Und Zeit ist Leben.
Liebe Deine Zeit.

 

Wonach suchst Du?

Generic selectors
Exact matches only
Durchsuche Titel
Durchsuche Inhalte
Suche in Beiträgen
Search in pages

Would you like to…?

Use the Divi Builder…

to design your pop-up!

Donec rutrum congue leo eget malesuada. Curabitur non nulla sit amet nisl tempus convallis quis ac lectus. Cras ultricies ligula sed magna dictum porta. Curabitur aliquet quam id dui posuere blandit. Proin eget tortor risus.